Die Weite und das Zentrum

Eine Lichtung im Wald

Von dem kleinen Bergdorf Lundo in Norditalien kommt man, nach einer halben Stunde Berganstieg, zu einer Lichtung. Durch die Bäume des Waldes sieht man, kurz bevor man die Lichtung erreicht hat, das auf 1000 m Höhe errichtete Gebäude bereits durchschimmern.

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Das Haus wie es sich durch die Bäume zum ersten mal zeigt.

Es ist die Spirituelle Hochschule inspiriert von Heinz Grill.

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Die Hausvorderseite
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Das Haus von der oberen Seite der Lichtung aus gesehen

Der Außenraum

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Verschieden gestaltete Plätze im Außenbereich

Die Gestaltung der Außenanlage erstreckt sich über die gesamte Lichtung. Das Haus bildet das Zentrum der in 7 Kreisen angelegten Anlage.

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Der Weg zum Haus

Viele Steine aus der Umgebung wurden für die Gestaltung und Wegführung im Außenbereich verwendet.

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Ein Bächlein führt im unteren Bereich des Grundstücks in den Wald.

Das Haus

Das Haus ist vollkommen autark. Das Wasser wird von einer Quelle, welche durch das Grundstück führt mittels eines errichteten Wasserspeichers gewonnen. Auf Warmwasser wird verzichtet. Geheizt wird über Holzöfen und der Strom wird über eine Photovoltaikanlage am Dach gewonnen.

Zuvor befanden sich an der Stelle des Hauses ein paar Mauerreste einer Ruine.

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Der Eingang des Hauses

Die Geometrie liegt der Gestaltung der gesamten Anlage zugrunde. Die 7 Kreise, die um das Haus angelegt sind und in denen das Haus das Zentrum bildet, wurden bereits angesprochen.

Weiterhin wurde die Grundfläche des rechteckigen Grundrisses auf eine Kreisfläche umgerechnet, so dass man einen Kreis erhält mit einer Größe, die genau der Quadratmeterzahl des Grundrisses entspricht. In diesem Kreis wurde ein 7 Eck gezeichnet, sowie ein 7 Stern. Von dieser geometrischen Grundfigur ausgehend wurden weitere geometrische Formen, Bezüge und Berechnungen erstellt, auf welche die Gestaltung aufbaut.

Über eine rotrosafabene Kiesfläche, gelangt man zum Eingangsbereich

Der Innenraum

Die Garderobe ist in den Hang eingebaut und gliedert sich dem rechteckigen Grundriss des Hauses an.

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Die Kleiderständer

Zwei sehr grazile Kleiderständer erfüllen nicht nur ihren Dienst, sondern stellen gleichzeitig feine Kunstobjekte dar.

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Übergang zur Teeküche

Am anderen Ende des Eingangbereiches der Übergang über eine Glastür zur Teeküche. Die Innenwände sind hier durch den Wechsel der Wandverkleidung von großflächigen Fliesen, Holzverkleidung und verputzter Wand harmonisch gegliedert.

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Blick vom Hauptraum zur Teeküche

Hier der Blick vom Hauptraum im EG zur kleinen Teeküche. Man gelangt vom Eingangsbereich über die Teeküche durch zwei Glastüren zu dem großen Hauptraum.

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Hauptraum mit vielen Spiegeln
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Hauptraum mit viel Glas

Durch die vielen Glaselemente, die zum Teil Wandabschnitte ersetzen und durch die angebrachten Spiegel, erlebt man die Wände nicht wirklich als Begrenzung des Raumes. Der ganze Raum wirkt sehr weit, licht- und hellschimmernd.

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Bodentiefe Fensteröffnungen

Viel Tageslicht fällt durch die bodentiefen Fenster, dessen Laibungen abgeschrägt sind, in den Raum. Es ergeben sich schöne Licht- Schattenverhältnisse. Der helle Steinfliesenboden, sehr zurückhaltend und doch wesentlich für die gesamte Atmosphäre des Raumes, betont die flächige Horizontale.

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Gegenüberliegende Seite des Hauptraums von der Teeküche aus

Der untere Hauptraum wird für unterschiedliche Bereiche genützt. Als Kunst- Ausstellungsfläche für Bilder, zum Studieren in Büchern, als zweiter Yogaraum oder auch als Raum für einen Stehimbiss bei Seminaren.

Ein 7- Stern – Tisch

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7-Stern-Tisch vor zum Teil durch Glas „aufgelöster“ Wand
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Tisch mit 7 Ecken und den in das Holz eingraviertem 7 Stern

Transparente Wände – Eine Atmosphäre der Verbundenheit

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Blick von der Teeküche aus durch die Glaselemente

Das Entwerfen auf geometrische und rechnerische Bezüge aufzubauen, verbirgt ein weites Beziehungsverhältnis über die eigenen 4 Wände hinaus und stellt schließlich eine Gesamtharmonie dar.

Die Atmosphäre ist sehr weitflächig, transparent, wie silbrig glitzernd.

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Blick von der Teeküche auf Treppe

Über eine kleine Holztreppe gelangt man in das 1.OG. Hier der Blick von der Küche aus durch das Glas auf die Treppe.

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Großer Raum im 1.OG

Im 1. OG befindet sich der sehr hohe und große Raum, in welchem hauptsächlich Vorträge gehalten, Konzentrations- und Meditationsübungen, sowie Yoga-Asanas praktiziert werden. Die Raumgestaltung eignet sich durch ihren weiten, bewegten und doch zentrierenden Charakter sehr gut für das große Forschungsgebiet der geistigen Welt, des Kosmos und die Zusammenhänge mit der irdischen Welt.

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Großer Raum, hier für die Asanapraxis vorbereitet

Die Asanapraxis ist eine Bewegungskunst die den nahen Bezug zum Boden beinhaltet. Viele Übungen sind im Sitzen oder auch Liegen auszuführen. Die bodentiefen Fenster kommen dem Praktizieren sehr entgegen, da sie zum einen den Blick zur Natur während der Ausführung gewähren und weiterhin den Bodenbezug der Übung besser erlebbar machen. So können die Beine leichter zum gesamten Körper integriert wahrgenommen werden.

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Blick zum Vorraum von der Tür zum Außenbereich und der Tür zum WC

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Die fein gestaltete Tür zu einem weiteren kleinen Raum
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Die geöffnete Tür mit Ihrer Sinuskurve

Eine sehr fein gestaltete Tür aus der geometrischen Form der Sinuskurve entworfen, zeigt sich besonders schön in Ihrer Weite, Feinheit und aufnehmenden Geste im offenen Zustand.

Der große Raum

Die Kurve, die sich vorstellungsgemäß bis ins Unendliche rhythmisch fortbewegt, könnte ihren geometrischen Bezug zu dem Rundbogen auf der anderen Seite des Kamins und auch zu dem hängenden Kreis in der Mitte des Raumes aufweisen.

Der Mensch kann sich in solchen Räumen nicht isoliert, abgespalten von der Umgebung und auf sich zurückgeworfen fühlen. Die Sinne werden geradezu angeregt sich nach außen zu wenden. Eine hohe Transparenz und das Empfinden der Weite und Verbundenheit mit der Umgebung ist gegeben. Gleichzeitig ist eine ruhige, zentrierende Atmosphäre erlebbar, die ein gesundes Empfinden für sich selbst und seinen Körper unterstützt. Das Interesse für anspruchsvolle, wahre Inhalte und die Freude sein Leben kreativ und beziehungsreich zu gestalten wird durch die Raumgestaltung angeregt.

Wer schreibt hier?

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Verena Rattinger

Ich bin Architektin und habe in verschiedenen Architekturbüros gearbeitet. Besonders achte ich auf das Verhältnis wie Mensch und Raum in Beziehung zueinander stehen. Wie wirkt die Raumgestaltung auf die seelische Verfassung des Menschen und wie tritt der Mensch über seine Wahrnehmung mit einem Raum in Beziehung? Es ist mir ein großes Anliegen, Architektur zu fördern, die durch ihre ästhetische Gestaltung das soziale Miteinander unterstützt und heilsam auf die Gesundheit des Menschen wirkt.

https://www.youtube.com/@beziehungmenschundarchitektur

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